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Das Selbstverständnis der DFV

Die nachstehenden Auszüge aus den Kolumnen der DFV-Nachrichten der Jahre 1996- 1998 zeigen die unterschiedliche Palette der Themen auf, die DFV und ihre Mitglieder diskutierten und machen zugleich das breite gesellschafts-politische Spektrum der Vereinigung auf. Aktuelle Diskussionsthemen und Foren finden Sie auf der Seite der DFV-Zeitung "Hallo Bonjour" auf dieser Homepage.

Général de Corps d’Armée (cr) G. Roudier, Träger des großen Verdienstkreuzes über die DFV Konstanz

“Les cercles franco-allemands dont celui de Constance ne servent pas plus a la solidité de la paix ques les ornements des cathédrales ne servent à la solidité de celles-ci.

Mais les uns et les autres sont des éléments essentiels de la beauté de la vie et de l’architecture.

Le cercle franco-allemand de Constance est une magnifique "rosace" dans laquelle se croisent et se fondent les lumierès des deux pays.



Deutsche Kriegsgefangene 1945 auf der Insel Reichenau
von DFV-Mitglied Stadtrat Alfred Hellinger, CDU


Bewacht wurden wir von einer auf der Insel stationierten französisch-marokkanischen Sanitätstruppe, deren Angehörige hin und wieder vom französischen Kapitän vor unserem Lager geschlagen, aber im deutschen Kriegsgefangenenlager zugetan waren (wir auch Prisoniers!).

Unserer erster Einsatz unter Bewachung der Marokkaner galt dem Aufräumen der Wohnungen und Häuser, welche die erste Gruppe der ehemaligen KZ-Häftlingen in einem unbeschreiblichen Durcheinander verlassen hatten... Wir mussten alle herumliegenden Gegenstände, die nicht mitgenommen worden waren, wieder in Schränke und Kästen versorgen, die teilweise das Lothringer-Kreuz als Siegeszeichen angesetzt worden war....

Am Vorabend des 14. Juli, dem Nationalfeiertag der Franzosen, wurde ich mit mehreren Kameraden zum Hotel Löchnerhaus abkommandiert. Dort war eine Tanzfläche aufgebaut. In diese mussten wir mit unseren Stiefeln Tanzwachs einreiben, damit die Besatzungstruppen mit ihren Frauen und Freundinnen den kommenden Feiertag mit einem Festtagstanz beenden konnten.

(DFV-Nachrichten Juni/1996)

Refléxions (1951) von DFV Gründer André Nöel
abgedruckt nach einem Gespräch mit M. Nöel während eines Treffens in KN 1996


Heute, (1951) nun ist die Zeit im Begriff, uns zu überholen; doch eines bleibt bestehen: Dieses redliche Bemühen, das uns Europäer bisher beseelt hat, muss aufrecht erhalten bleiben, es muss sich gerade jetzt bewähren, um hier von den Ereignissen bedrängt werden, wo wir vor der Notwendigkeit einer gemeinsamen Verteidigung gestellt werden, wo insbesondere ein deutscher Beitrag dieser Verteidigung ausgearbeitet wird. Es muss für morgen geplant werden, wo wir vielleicht gezwungen werden könnten, uns zur Wehr zu setzen...

(DFV-Nachrichten August/1996)

Die deutsch-französische Hochschulbeziehungen: ein wertvoller Beitrag zur Völkerverständigung
von DFV Mitglied Minister Klaus von Trotha, MdL, CDU


Die deutsch-französische Freundschaft umfaßt ein weites Feld fruchtbarer Beziehungen in Kultur, Politik und Wirtschaft. Im Rahmen der Europäischen Union stehen heute jedoch viele Probleme an, an denen sich die deutsch-französische Freundschaft erneut wird bewähren müssen. Wir müssen deshalb das Fundament der persönlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen stärken, um darauf das europäische Haus weiter bauen zu können....

(DFV-Nachrichten September 1996)”

Libanon heute zwischen französischen und der Partei Gottes
von DFV Mitglied Stadträtin Brigitte Rieger, SPD


Der Preis, die Partei Gottes durch die eigenen Arbeit unterstützen zu müssen und sich äußerlich anzupassen, ist vielen nicht zu hoch für ein menschenwürdiges Leben, das die Regierung nicht garantieren will und vielleicht auch nicht kann. Dazu kommt inzwischen noch die ganz allgemein anerkannte Legitimität des schiitischen Widerstands gegen den zionistischen Feind, die selbst im christlichen Lager nicht in Frage gestellt wird.

Man kann dem Land wie auch der gesamten Regierung nur wünschen, dass sich im Rahmen des ritualhaft beschworenen Friedensprozesses eine echte Lösung abzeichnet, die auf den Südlibanon aus der israelischen Schusslinie bringt. Solange diese Frage nicht geklärt ist, wird dem Libanon weiter der Ruf des Krisengebietes anhaften und die Kämpfer der Partei Gottes werden ihre Stellungen nicht aufgeben.

(DFV-Nachrichten Januar/1997)

Rabenmutter und Muttersöhnchen
von DFV-Beiratsmitglied Pascale Baur


Les premières années d'un petit Allemand et d'un petit Français ne se ressemblent pas. Les choix individuels, dictés par l'évolution de nos cultures, et les choix de sociéte, dictés par les politiques, proposent ou imposent des modèles parfois opposés....

L'enfant est là, et déjà tout est différent.

En Allemagne, on fait confiance à la Nature et on respecte le rythme de l'enfant. Cela est vrai pour la nourriture (allaitement long - 6 mois ou même plus -, petits pots Bio), le sommeil (souvent auprès des parents, allaitement à volonté la nuit...), le soin (toilette à l'eau, produits aux plantes, couches en tissu conseillées, propreté tardive ...), le matériel multicolore (jouets en bois, textiles naturels, châle - Tragetuch - pour porter l'enfant prêt du corps...)

En France l'enfant apprend à s'adapter et son confort se veut pratique...et esthétique! L'allaitement, s'il a lieu, dépasse rarement les 3 premiers mois, les menus petits pots doivent être variés, l'enfant apprend à dormir seul et à faire ses nuits, il est baigné tous les jours et tartiné de produits parfumés. Après deux ans de couches jetables, il doit être propre pour entrer à la maternelle. Son environnement est en plastique lavable, sa garde-robe aux couleurs pastels est élégante....


(DFV-Nachrichten Juni/1997)


Zur Wiedereröffnung des Kulturzentrums am Münster
von DFV-Ehrenpräsident Herbert Kölsch


...darf man das Gesamtergebnis als eine wertvolle Ergänzung des Konstanzer Kulturbereichs begrüßen, wenngleich die rote Farbgebung des neuen Eckhauses viele Konstanzer Bürger erschreckt hat. Zum Glück sind aber Farben leichter zu korrigieren als andere Bauteile und deshalb nicht so ernst zu nehmen, zumal der erst aufgetragene, schrille, scharlachrote Farbton aufgrund gemeinderätlicher Intervention in zinnoberrot gemildert worden ist....

(DFV-Nachrichten Mai/1998)

Kein halber Pfennig für die Sonne
von DFV Mitglied Stadträtin Dr. Sabine Seeliger, Freie Grüne Liste (FGL)


So müssen wir vorerst weiter hoffen, dass sich genügend Menschen bereit finden, aus Überzeugung Geld in die Umstellung auf regenerative Energie zu stecken...

Mit einem halben Pfennig pro Kilowattstunde Strompreiserhöhung können sonnige Zeiten anbrechen. Ich bin froh über diese Entscheidung und hoffe, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger zum Bau einer Solaranlage oder zur Beteiligung am nächsten Solarkraftwerk entschließen werden.”

(DFV-Nachrichten Juni/1998 )

Erfahrung, Lebensmut und Hoffnung miteinander teilen
von DFV-Mitglied Brigitte Schatz, Leiterin der Konstanzer Selbsthilfegruppe, über das Leben mit und nach Krebs.


Die Diagnose Krebs bedeutet heute nicht mehr das Ende des Lebens, sondern den Beginn eines neuen. Wo die alten Lebenskonzepte nicht mehr greifen, ist Resignation daher nicht angebracht. Gefragt ist vielmehr die Entwicklung neuer Lebenskonzepte und dabei möchte die Konstanzer Selbsthilfegruppe helfen...

...das Motto unter dem die Arbeit der Selbsthilfegruppe steht, in die Tat umgesetzt: Erfahrung, Lebensmut und Hoffnung miteinander teilen.

(DFV-Nachrichten September/1998)